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Geräteverwaltung im Unternehmen: Warum ein MDM ab zehn Geräten dazugehört

Was ein MDM für Mitarbeitende, IT und Geschäftsführung verändert, was es kostet, für wen Intune, Mosyle, Jamf und Iru gedacht sind und wie ein Wechsel realistisch abläuft.

Ab etwa zehn Notebooks und Smartphones stellt sich in jedem Unternehmen dieselbe Frage: Wer richtet die Geräte ein, wer hält sie aktuell, was passiert bei Verlust oder Austritt? Die Antwort heißt Mobile Device Management, kurz MDM. Hier steht, was es verändert, was es kostet und welches System für wen gedacht ist.

73 %
der Unternehmen haben im Vorjahr mehr Apple-Geräte angeschafft
76 %
nennen den Wunsch der Mitarbeitenden als wichtigsten Grund
20,01 €
kostet Business Premium netto pro Nutzer und Monat, Intune inklusive

Quellen: Kandji, Apple in the Enterprise 2024; Microsoft-Partnerpreisliste, Stand September 2026, einjährige Laufzeit mit monatlicher Zahlung.

Ohne MDM: jedes Gerät ein Einzelfall

Ein neuer Mitarbeiter fängt an, jemand richtet das Notebook einen halben Tag lang von Hand ein. Drei Monate später weiß niemand, ob die Festplatte verschlüsselt ist. Beim Austritt kommt das Notebook zurück oder auch nicht, und das private iPhone mit den Firmen-Mails bleibt, wo es ist. Das ist kein Vorwurf, sondern der Normalzustand zwischen zehn und hundert Geräten ohne Vollzeit-IT.

Was sich mit einem MDM ändert

Für Mitarbeitende

Das neue Gerät kommt originalverpackt, wird mit dem WLAN verbunden und richtet sich selbst ein. Apps, E-Mail, Drucker und VPN sind da, ohne Wartezeit auf die IT.

Für die IT

Verschlüsselung wird erzwungen, Schlüssel liegen zentral, Updates werden gesteuert statt gehofft. Ein Blick zeigt, welches Gerät welchen Stand hat.

Für die Geschäftsführung

„Sind unsere Daten auf den Geräten geschützt?“ lässt sich mit Ja beantworten und belegen. Das erwarten inzwischen Cyberversicherungen und größere Kunden.

Ein MDM überwacht keine Menschen. Es sorgt dafür, dass Geräte einen definierten Zustand haben: bei Apple über Apple Business Manager, bei Windows über Autopilot.

Was es kostet

  • Microsoft 365 Business Premium enthält Intune. 20,01 Euro netto pro Nutzer und Monat bei einjähriger Laufzeit und monatlicher Zahlung; bei jährlicher Vorauszahlung etwas weniger, ohne Bindung rund ein Fünftel mehr. Viele Unternehmen zahlen das bereits, ohne die Geräteverwaltung zu nutzen.
  • Mosyle bietet eine kostenlose Version bis 30 Geräte, allerdings ohne Virenschutz, App-Katalog für den Mac und zeitweise Admin-Rechte. Die Vollversion Fuse kostet 3 Dollar pro Mac und 1,50 Dollar pro iPhone oder iPad im Monat, jährlich abgerechnet, mindestens 30 Lizenzen. Auch 15 Macs kosten damit rund 90 Dollar im Monat.
  • Jamf und Iru nennen Preise auf Anfrage. Für Jamf Now nennen Reseller rund 4 Dollar pro Gerät und Monat.

Vier Systeme, vier Zielgruppen

Microsoft Intune
Überwiegend Windows, Microsoft 365 im Einsatz

Eine Konsole für Windows, macOS, iOS und Android, eng verzahnt mit Entra ID und den Zugriffsregeln von Microsoft 365. Macs werden ordentlich mitverwaltet, aber nicht mit der Tiefe der Apple-Spezialisten.

Lizenz pro Nutzer · in Business Premium enthalten
Mosyle
Apple-geprägte Unternehmen mit knappem Budget

Reines Apple-MDM mit sehr guter Automatisierung, unterstützt neue Apple-Funktionen meist am Erscheinungstag. Erste Wahl für Agenturen, Kanzleien und Studios.

Pro Gerät · Free bis 30 Geräte, Fuse ab 3 $ (min. 30)
Jamf
Viele Macs, eigene IT, besondere Anforderungen

Platzhirsch der Apple-Verwaltung mit der größten Funktionstiefe für macOS, aktiver Community und eigenen Sicherheitsprodukten. Entfaltet seinen Wert nur mit jemandem, der Zeit dafür hat.

Pro Gerät · auf Anfrage, Jamf Now für unter 25 Mitarbeitende
Iru, ehemals Kandji
Wachsende Apple-Teams, die Verwaltung und Sicherheit bündeln

Seit Oktober 2025 eine Plattform aus Geräteverwaltung, Endpoint-Schutz, Schwachstellenmanagement und Compliance, inzwischen auch für Windows und Android.

Pro Gerät · auf Anfrage, Jahresvertrag

Vier Fragen, die die Wahl entscheiden

  1. Welche Geräte haben Sie wirklich? Überwiegend Windows mit ein paar Macs: Intune. Fast nur Apple: Mosyle, Jamf oder Iru.
  2. Was ist schon bezahlt? Mit Business Premium ist Intune im Haus. Ein zweites MDM braucht einen guten Grund.
  3. Wer betreut es? Jamf Pro braucht Zeit. Mosyle und Intune lassen sich mit weniger Aufwand sauber betreiben.
  4. Soll Sicherheit dazugehören? Endpoint-Schutz und Compliance im selben Werkzeug: Iru, oder Intune mit Microsoft Defender.

Das Werkzeug ist der kleinere Teil. Welche Geräte gehören dem Unternehmen, welche den Mitarbeitenden? Was ist Pflicht, was Empfehlung? Ohne diese Antworten produziert jedes System entweder Wildwuchs oder Widerstand im Team.

Der Wechsel ist ein Projekt, kein Klick

Apple erlaubt pro Gerät nur ein MDM. Beim Wechsel wird jedes Gerät aus dem alten System entfernt und im neuen registriert. Über Apple Business Manager zugewiesene Geräte ziehen mit Neuzuweisung und Neustart automatisch um, manuell registrierte muss jemand in die Hand nehmen. Profile, Apps und Wiederherstellungsschlüssel werden neu aufgebaut.

Quellen